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ZYKLUS 246 - 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12
1 - ...auf der Aussichtsplattform des HQ der Neu-Hallwarianer

eine einsame Gestalt stapft durch den Schnee auf der Platform, ein Blick nach Osten zeigt die blitzenden Strobes des Raumhafens. Die Abschiedsfeier war schon seit 3 Stunden vorbei, eigentlich wollte er schon lange im Bett sein, doch man hatte ihm gesagt, es sei ein Schauspiel das man nicht versäumen sollte. Nunja und schließlich war er außer der ISG der einzige seines Volkes, der genau wußte wann und wo es stattfinden sollte. Ein Blick auf die Armbanduhr, ja, 10 Sekunden noch. Einmal noch mit dem GPS überprüfen...dort oben müsste es sein. Er fröstelte in der sternklaren Nacht. Naja, wenn es nicht sternklar wäre, läge er jetzt im Bett, schließlich wäre nichts zu sehen gewesen. Die Uhr piepste, jetzt war es soweit.
Tatsächlich, sehr akkurat diese ISGler, nicht schlecht. Am Firmament bildete sich ein blauer Punkt...jetzt beschleunigte er...immer schneller, logisch, exponentieller Anstieg der Geschwindigkeit. Inzwischen ohnehin eher ein Strich, weniger ein Punkt - autsch der Blitz als das Schiff die Lichtmauer durchbrach war schrecklich hell. Das hatte bestimmt jeder auf dieser Hemisphäre des Planeten gesehen...nun gut, auch egal. Kann man nicht verhindern.
Das ist wirklich schnell gegangen. Vor ein paar Jahren erst hatte man Chromos verlassen, um Streit aus dem Wege zu gehen, nun war schon die erste Invasionsstreitmacht zu einem anderen Planeten unterwegs.
Unter dem Kommando eines ehemaligen Versicherungs-Abteilungsleiters. Nunja, interressanter Karrieresprung, soviel ist sicher. Aber Alternativen gab es keine. Der Großteil der ehemals zivilen Bevölkerung steckte nun in Uniform, keine erfahrenen Soldaten darunter, nichteinmal ältere Unteroffiziere...eine Armee aus ehemaligen Lehrern, Verwaltungsbeamten und frustrierten Mittelständlern..., an ihrer Spitze stand ja auch nur ein ehemaliger Unterstaatssekretär aus Hallwa. Nie hätte er sich träumen lassen, einmal ranghöchster Offizier einer Armee zu sein, eine Uniform tragen zu müssen. Er hatte sich eigentlich schon auf ein Leben aus Aktenordnern und Tonerstaub eingestellt. Tja, wenn der Traum der Neu-Hallwarianer wahr werden sollte, dann müsste man sich eben anpassen. Eine neue Zeit ist angebrochen.
Die einsame Gestalt auf der Aussichtsplattform nahm ihre Schirmmütze, setzte sie schon (fast) militärisch korrekt auf, salutierte in Richtung der Sterne, drehte sich um und stapfte in Richtung Aufzug davon...
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was war das denn? ...ach, ja, der pda... er langte in seine hosentasche, zog das flache vibrierende zigarettenetuiförmige gerät heraus und klappte es auf.
"eingehender anruf: verschlüsselt. verbindung: mil com sat. verschlüsselungsgrad: gold. zum annehmen des anrufes authentifizieren."
"computer: stimmauthentifikation."
"nach dem signalton: name, dienstgrad, persönlicher code. bitte sprechen sie mit natürlicher stimme und nicht zu schnell"
"blablablajajamachendlich"
*PIEP*
"prophet, oberstleutnant, beta thau sieben vier sieben strich drei neun eins"
"bitte warten..............authentifikation postiv, prophet, oberstleutnant. absender der nachricht ist: kaiser, hauptmann, leiter kommando heer. diese nachricht wurde vom absender 'eyes only' markiert. zum annehmen des anrufs bitte # drücken"
prophet sah sich um, er saß im fond seiner dienstlimousine, die fahrerkabine war abgetrennt, niemand konnte das gespräch belauschen. er drückte die annahmetaste. nach dem logo des heereskommando erschien ein vertrautes gesicht vor dem hintergrund einer elektronischen karte. das symbol im süden sah komisch aus...ihm schwante nichts gutes
"hallo albert, was gibts, wozu die geheimniskrämerei?"
kaiser erwiederte die begrüßung nicht, sondern deutete mit versteinertem gesicht auf die übersichtskarte hinter ihm
"du weißt was das symbol da bedeutet?"
"...."
"du weißt es offensichtlich. die troll-einheit die wir zur erkundung der südlichen insel geschickt haben meldet sich nicht mehr."
"funkgerät kaputt?" irgendwie wusste er dass das funkgerät nicht von alleine kaputtgegangen war...
"naja, wir hatten noch einen funkspruch erhalten dass er irgendein flugzeug unbekannten typs gesehen hatte, dann brach er einfach mitten im satz ab...."
"und?"
"und wir vermuten, dass da unsere freunde die sich damals wegen unserem spy sat so aufgeregt haben den finger am drücker hatten"
"na wunderbar. toll. für nichts und wieder nichts! das darf doch nicht wahr sein. jetzt haben wir unseren ersten verlust seit wir auf diesem planeten sind. geht ja gut los! eigentlich wollten wir doch einen botschafter zu denen schicken. aber anscheinend muss man bei denen aufpassen - nicht dass die gerade irgendeinen feiertag haben und ihn dann ihrem sonnen- oder regengott opfern! oder was für gründe brauchen die, um leute umzubringen!
prophet out"
er klappte das gerät mit gewalt zu und pfefferte es mit einem lauten fluch in die andere ecke des wagens. der fahrer sah sich erschrocken um.
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"KOORDINATE ZWANZIG!" der Ruf seines Funkers und das dazugehörige schrillen des Zielcomputers schreckten den Oberfeldwebel auf. Ein Blick auf das taktische Display vor ihm - okay, der vorderste Leopard der Satanisten war mit einem gelben blinkenden Viereck umgeben. Die kleinen Zahlen neben dem Cursor sagten ihm die Genauigkeit der vom Gefechtsstand übermittelten Koordinaten. Hm, hier könnte er schon eine panzerbrechende Granate riskieren...die Splittergranaten hatten zwar mehr Flächenwirkung aber auch weniger Schaden...na, das nützt im Wald eh nix. Er drückte einen Knopf neben dem Bildschirm "Ladeschütze PB!"
"PB LÄDT!"
Man hörte, wie die Hydraulik die Splittergranate aus dem Rohr zog, unter lautem Scheppern eine PB-Granate aus dem Magazin zog und in das Rohr schob. Mit einem satten Krachen warf der Ladeschütze den Verschluss zu. Im selben Moment sprang die Ladeanzeige von SP auf PB um.
"PB GELADEN UND VERRIEGELT"
"Bereitmachen Justierung" Der Oberfeldwebel drückte mit dem rechten Zeigefinger auf einen anderen Schalter neben dem Bildschirm, mit dem linken tippte er das Symbol des Feindlichen Leo1 an. Donnernd schwenkten die Servomotoren das Geschütz aus der Lade- in die richtige Feuerstellung. Noch 5 Sekunden. Ein kurzer Kontollblick auf die Klimakontrolle. Außenluftunabhängiger Betrieb. Gut, alles andere wäre spätestens jetzt unangenehm geworden. Das Rechteck um den Leo1 leuchtete nun blutrot.
"MARKE DREI...ZWOO...EINS..." Null sparte er sich, das hätte eh keiner gehört als er auf den Feuerknopf hieb. Dieses Gefühl konnte man nicht beschreiben, der Pulsar machte einen regelrechten Satz als das schwere Geschoß den Lauf verließ. Das Flackern der verdammten beleuchtung würden diese tollen Ingenieure auch nie mehr hinkriegen. "Funker, Meldung grün!" rief der Oberfeld, als er das heulen der Klimaanlage endich wieder hören konnte. Die Meldung war zwar eigentlich unnötig, der Computer hatte alles längst an den Gefechtsstand übertragen...aber sicher ist sicher.
Sekunden zogen sich in die Länge...hatten sie das Ziel getroffen? Die Kampfbeobachter im UHU der weit über ihnen kreiste glotzten sich bestimmt gerade die Augen aus...endlich, ein blinkendes Kreuz legte sich über das Symbol des Leo1.
Die Besatzung johlte vor Freude...Genugtuung...und das war erst der Anfang! Das Training machte sich bezahlt...
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er blieb vor dem Schott stehen und salutierte vor dem in der weltallschwarzen Uniform der ISG gekleideten Marinesoldaten.
"Guten Morgen"
"Guten Morgen, Oberst Prophet" erwiederte dieser zackigst.
"Bitte die Brücke betreten zu dürfen"
"Ihren Ausweis bitte - und zur Identifikation bitte an dieses Terminal"
Er kannte das Prozedere schon, reichte dem Marine seinen Ausweis und wandte sich dem Identifikationscomputer zu.
"Rang, Nachnamen, Funktion - bitte deutlich und langsam sprechen"
"Oberst, Prophet, Regierungsschef von Neu-Hallwa."
"Identifikation positiv. Willkommen Oberst."
Der Marine nickte knapp und trat zur seite. Das Schott öffnete sich lautlos. So dumm gleich hindurchzutreten war der Oberst aber nicht. Erst als das zuvor unsichtbare Kraftfeld flackernd zusammenbrach trat er auf die Brücke. Hinter ihm baute es sich mit einem Knistern wieder auf. "man kann auch alles übertreiben" dachte er sich. Auf der Brücke herrschte im Moment nicht allzuviel Betriebsamkeit. Die Crew nahm kaum von ihm Notiz. Typische Arroganz der ISG dachte der Oberst bei sich, leicht pikiert wegen des Mangels an militärischer Etikette. Vermutlich sollte er verdammt froh sein, überhaupt auf die Brücke zu dürfen.
An den Schülterstücken der Crew konnte er erkennen dass der Kapitän des Schiffes anscheinend nicht da war. Der Kommandosessel der in erhobener Position mitten im Raum stand war leer. Überhaupt sah die Brücke nicht wie die Brücken von Schiffen aus die er kannte. Er kannte aber auch eher wenige Raumschiffsbrücken. Links und rechts vom Sitz des Kommandanten, etwas im Boden versenkt, waren einige Konsolen für weiß der Teufel was. Ansonsten gab es keine Wände im eigentlichen Sinn - alles war eine sphärische Anzeige - und im Moment zeigte sie die Umgebung des Pathfinders. Es fühlte sich an als wäre man auf einer Aussichtsplatform - die mitten in der Luft schwebte. Er konnte sehr gut beobachten wie der Pathfinder beladen wurde. Die letzten Dolmen rollten gerade durch die Frachtluke hinein, von einem Stormbringer konnte er gerade noch das Leitwerk erblicken bevor er im Raumschiff verschand. Läuft gut nach Plan. Er war schon gespannt wann die Order des Verteidigungsministers der UFP an ihn erging, seinen Bündnispartnern zu helfen. Er blickte sich weiter um. Eine göttliche Aussicht auf die ehemalige Satanistenbasis. Die Kampfspuren waren weitestgehend beseitigt, die meisten Gebäude wieder aufgebaut. Ja, die Taktik bei der Eroberung hatte sich als wirkungsvoll erwiesen. Langwierig zwar, aber letztlich hatte er diese Gottlosen mit heruntergelassenen Hosen erwischt. Nun waren überall die Symbole Neu-Hallwas zu sehen. In seiner ersten Prüfung hatte sich das junge Volk gut bewährt.
"Kommandant auf Brücke!" Er zuckte bei dem unerwarteten Ruf zusammen. Die Crew ging in Habachtstellung, er konnte gerade noch den Reflex unterdrücken dasselbe zu tun. Der Kommandant des Pathfinders kam auf die Brücke...
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die Durchsagenanlage gab einen durchdringenden Ton von sich als der Pilot den Knopf auf seinem Steuerhorn drückte.
"Lademeister, Status Ladung" er ließ den Knopf wieder los. Vor ihm lag der Taxiway des Flughafens. Der Beginn der Runway kam in Sicht. Der Copilot neben ihm führte die letzten Checks durch, seine Finger flogen über die verschiedenen Schalter, man sah ihm die Übung an. Er sagte "Final check ok. Schalte auf autonome Klima um". Die Statusanzeige aller Luken war grün, sie waren also dicht. Die Besatzung verspürte einen Druck auf den Ohren als die bordeigene Klimaanlage donnernd die Arbeit aufnahm und den Kabinendruck neu einstellte.
Mit etwas Mühe schwenkte der Pilot den Orbiter in die Startposition am Anfang der Runway und aktivierte die Feststellbremsen. Dieser Klotz von einem Flugzeug war wirklich etwas behäbig zu manövrieren. Genau in diesem Moment meldete sich der Lademeister: "Ladung geprüft, alles klar, go-ready." "Verstanden". Alles andere wäre bei dem Wert der Ladung auch fatal gewesen.
Der Pilot tippte etwas auf dem Bildschirm des Funkgerätes herum "Leutnant Eisser, November Hotel Alpha Echo Sierra für NeuHallwa Tower, ready for takeoff"
Nach einem kurzen Augenblick meldete sich der Tower über die glasklare digitale Verbindung. "Oberst Prophet, NeuHallwa Tower, youre cleared for takeoff, wind south 80. Hals- und Beinbruch, Leutnant!"
"Danke NeuHallwa Tower. Out" Dieser Typ von Oberst hatte die unangenehme Eigenschaft an den unmöglichsten Orten aufzutauchen. Das wollte er sich wohl nicht entgehen lassen.
Der Pilot löste die Feststellbremsen, ein kurzes Nicken zum Copilot und er drückte den Schubhebel durch, über den Widerstand der das Aktivieren des Nachbrenners anzeigte hinweg. Ein tiefes Donnern erfüllte das Flugzeug das seine Insassen trotz des hohen Startgewichtes satt in die Sitze drückte.
Vom Tower aus konnte der Oberst mit seinem Fernglas sogar die leuchtenden Flecken in den Abgasflammen der Triebwerke entdecken, die immer dann entstanden wenn der Nachbrenner zugeschaltet war. Am Ende der Startbahn angelangt zog der Pilot den Orbiter in die Luft. Die Last war so hoch dass kurzzeitig die Luft an den Steuerklappen deutlich sichtbar kondensierte. Der Oberst sah dem schwerfälligen Flugzeug noch lange hinterher, so lange bis er es nur noch sehen konnte wenn er sich zu dem taktischen Display hinter sich umdrehte.
Prophet ist offline
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*Auszug aus den Nachrichten der Neu-Hallwa Broadcasts*
"Guten Abend meine Damen und Herren, mein Name ist Adrianna Schröder und neben mir ist mein Kollege Richard Meier"
"Guten Abend auch von mir, wir freuen uns dass Sie zu NHB geschaltet haben. Ich darf gleich zum ersten Punkt der Abendnachrichten kommen"
*Das Logo der NHB hinter den Sprechern verblasste, stattdessen erschien das Symbol der Streitkräfte Neu-Hallwas*
"Wieder einmal beherrschen Neuigkeiten vom Oberkommando das Programm. Heute mittag hat Oberst Prophet, Oberkommandierender der Streitkräfte und Staatschef, die Brandneue Symboleinheit der Neu-Hallwas eingeweiht. Es..."
*Eine Einblendung eines Ungetüms von Luftkissenboot das mit donnernden Triebwerken über das Wasser eines Flusses rast und riesige Spritzwasserschleppen hinter sich herzieht wird gezeigt*
"...handelt sich hierbei um ein Luftkissenboot das, ganz im Sinne der Politik des Oberkommandos, ausschließlich die Aufgabe hat, neues zu erschaffen. Es wird neue Gebäude und Straßen für die Bevölkerung zu bauen helfen. Zugeordnet ist es dem PionierBataillon 34, jedoch verbleibt es ansonsten unter dem direkten Befehl von Oberst Prophet."
*eine Einblendung folgt, die einen breit grinsenden Oberst zeit, wie er unter Blitzlichtgewitter eine Flasche Champagner gegen die Seitenpanzerung des Luftkissenbootes wirft*
"Nun zum Sport mit Adrianna..."
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und noch ein Tag. Seit Ewigkeiten hatte das Oberkommando schon versprochen ihnen endlich das Versorgungsboot zu schicken das sie auftanken sollte. Ja. Das Oberkommando. Der Kommandant nahm seine weiße Mütze ab um sich am Kopf zu kratzen. Er saß auf einem Hocker am Plotter in der Zentrale, die Lüfter zischelten leise, und las ein Buch. Sicher würde er Shakespeares Viel Lärm um Nichts auch bald gelesen haben. Der Vorteil dieser Mission war, dass man sich, wenn man ihr Ende erleben sollte, als gebildet bezeichnen durfte. Vielleicht schaffte er es ja, die ganze Bordbibliothek zu lesen während sein Boot in 600 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund lag und darauf wartete endlich mit Treibstoff versorgt zu werden. Sein XO verschlang mit wachsender Begeisterung diese Schundromane die von irgendeinem Raumfahrer Perry sonstnochwas handelten. Ziemlicher Quatsch. Und sein Tee stank bis hierher.
Mit einem (wegen der sonst üblichen Ruhe) unglauiblich lauten Quetschen meldete sich die Sprechanlage. "Zentrale, Sonar, Kontakt, Richtung zwoo-sechs-null, unterwasser". Jetzt stank es aber wirklich nach Tee...toll, der XO hatte vor Schreck seine Tasse auf den Plotter geknallt und dabei war sie zerbrochen. Wenn er weiter so gute Nerven zeigte würde der ehemalige Diplominformatiker auch XO bleiben.
Der Kommandant nahm betont cool den Hörer von der Sprechanlage und drückte den Schalter für den Sonarraum. "Sonar, Zentrale, Identifikation." Man hörte im Hintergrund einen Nadeldrucker rattern. "Wir lassen das Signal grade durch den AWSUB....kleinen Moment...HA!" "Was? Los, Meldung!"
"Der Schatz von einem Computer sagt Probability 85% Nautilus class!! Das sagst Du mal lieber dem Alten!"
"Richten Sie Ihrem Schatz einen schönen Gruss aus! Der Alte weiß es schon! Mayersbach Ende!" Am anderen Ende der Leitung wurde der Sonaroffizier blass.
85%. Das musste die Nautlius sein, die vom Oberkommando angekündigt worden war. Endlich.
"LI! Wann sind die Maschinen bereit?" "in 5 Minuten, Kommandant." Im Maschinenraum fluteten die Maschinengasten schon die Reaktionszelle mit Wasserstoff - mit dem kläglichen Rest den sie noch hatten.
Nach einer halben Ewigkeit verkündete der LI "Kommandant, wir haben volle Kraft an den Maschinen"
"Gut. Periskoptiefe."
"Anblasen! 70%!" Der Rudergänger schob einen Regler ein Stück weit zur Seite und betätigte einen Knopf. Mit einem Knall gab das Ventil die Pressluft frei die nun in die Ballasttanks donnerte. Ächzend hob sich der Rumpf aus seinem Bett in dem er nun für mehrere Monate gelegen hatte.
"Dauert mir zu lang" maule der Kommandant. "Dynamisch! Ein Drittel voraus"
"Ein Drittel voraus!" bestätigte der Rudergänger, der Telegraf summte zur Bestatigung. Hören konnte man von den Maschinen natürlich nichts. "Vorne oben 30, hinten unten 25!" kam vom LI.
Nach einer halben Stunde waren sie endlich auf Periskoptiefe angelangt.
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"ok, bringen Sie den Albatros jetzt auf die Rampe". Der Dispatcher der Pegasus I schob sein Modellchen des Albatros auf die Startrampe. Draußen auf dem Flugdeck rollte die Maschine schwerfällig vom Aufzug zum Katapult. Der Schlepphaken wurde eingeklinkt und der Decksmaat im Blauen Trikot gab ein Zeichen Richtung Dispatcher. Ein anderer Maat in orangem Trikot gestikulierte zum Piloten des Albatros, es sah fast aus wie ein Ritualisierter Tanz. Der Pilot antwortete indem er die verschiedenen Klappen aus- und wieder einfuhr und die Steuerungen zum Check betätigte.
"Katapult klar!" kam vom Maschinisten. Der Dispatcher nickte. Es eilte mal wieder. Schweiß stand auf seiner Stirn. Tagelang kein Manöver und jetzt war ein Alarmstart befohlen worden. Die Druckanzeigen des Katapultes sprangen auf Grün und das Bereitschaftssignal ertönte. Am hinteren Ende des Trägers sah er noch schnell das Leitwerk des Sperbers auftauchen ehe sich der Hitzeschild erhob. Aus der Katapultrinne stieg Dampf auf.
Der Maat im orangen Trikot erhob den Arm, ballte die Faust und zo sie ruckartig nach unten. Die Triebwerke des Albatros gingen auf volle Leistung, zugleich öffnete sich die Nozzle und der Nachbrenner zündete. Das Flugzeug sträubte sich gegen seine Bremsen. Der Maat salutierte. Der Pilot erwiederte die Geste betont cool und lehnte sich zurück. Der Maat ging in die Knie und streckte seinen Arm nach vorne. Ein Nicken vom Dispatcher und der Maschinist hieb auf den Auslöser. Das Flugzeug schoß mit lautem Donnern über dien Sichtturm des Dispatchers hinweg und mühte sich schwerfällig in die Luft.
"Jetzt den Sperber!" Der Hitzeschild senkte sich, schon rollte der Sperber vorwärts.
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"Sprung erfolreich!" Der Astrogator legte den Kugelschreiber auf den Plotter und den Rechner aus der Hand. Selbst in diesen Tagen war es Vorschrift, dass alle Berechnungen noch zusätzlich von Hand ausgeführt wurden. Der Major links von ihm sah sich auf der nur schwach erleuchteten Zentrale des Pathfinder um. An den seitlichen Wänden flackerten die taktischen Displays - und zeigten dann das Sternbild des Systems in das sie soeben gesprungen waren. Grando.
Wenn man von wänden überhaupt sprechen konnte. Denn zum größten Teil waren sie eine einzige riesige Anzeige, die ein Abbild der Umgebung des Schiffes darstellten. So konnte man links den Stern von Grando erkennen, rundum die gnadenlose Kälte des Alls und - direkt vor dem Schiff wie eine riesige Wand aufragend - den Planeten Iota.
Ein elektronisches Piepsen riss den Major aus seinen Träumereien.
"Kontakt auf dem Lidar - fünf zu zwanzig zu neunzigtausend!" Eine Sirene ertönte, die Zentrale wurde in ein rotes Licht getaucht.
Der Kommandant tippte ein paar Befehle in das Bedienfeld an der Armlehne seines Sessels. Direkt vor ihm erwachte ein weiteres taktisches Display zum Leben, wie aus dem Nichts. Es zeigte ein ungefähres Abbild eines Raumschiffes und einige Sensorkenndaten - und Graphiken, die dem Major nichts sagten.
Der erste Offizier begann mit einer Durchsage "Auf Gefechtsstation - auf Gefech..", wurde aber vom Kommandanten unterbrochen als dieser die Hand hob - er runzelte die Stirn. Gab noch einige Daten in sein Terminal ein - wartete einen Moment - und das Symbol auf dem Taktischen Display sprang auf Grün um. "Alarm abschalten. Das ist eins von unseren!"
Der Major kniff die Augen zusammen. Tatsächlich, die nun schärfere Darstellung des Schiffes ließ eindeutig erkennen dass es dem Neu-Hallwarianischen Vok gehörte - es führte sein Hoheitzabzeichen...was sollte das? Das Schiff sollte auf der Oberfläche sein. Was hatte sein Oberkommando ihm wieder verschwiegen?
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